Übersicht GIN

Die Gemeinsame Informationsplattform Naturgefahren GIN vereint alle in der Schweiz verfügbaren Daten zu Naturgefahren in einer benutzerfreundlichen Kartenapplikation. Damit verfügen alle relevanten Stellen über die gleiche umfassende Grundlage zur Früherkennung und Bewältigung von Naturgefahren. Auch kostenpflichtige Daten werden den Krisenstäben auf der Plattform gratis zur Verfügung gestellt.

Extremereignisse wie Stürme, Hochwasser oder Lawinen lassen sich nie genau vorhersagen. Sicherheitsverantwortliche bei Bund, Kantonen und Gemeinden müssen Entscheide über Schutzmassnahmen oft unter grossem Zeitdruck fällen. Dazu greifen sie auf viele verschiedene Informationen zurück, z.B. Messdaten zu Abflüssen und Pegelständen, Wetter- und Gefahrenprognosen und vieles mehr. Seit Anfang Sommer 2017 stehen diese Informationen für Fachleute gebündelt auf der Gemeinsamen Informationsplattform Naturgefahren GIN des Bundes zur Verfügung.  

Hauptmerkmale

Weg mit dem Gärtchen-Denken
International einzigartiges Projekt des Datenaustauschs zum Schutz der Bevölkerung.

Usability
Die umfassende Datensammlung ist für die heterogene Zielgruppe einfach zugänglich.

Datenvisualisierung
Die Daten sind auf einer Karte visualisiert, lassen sich aber auch als Diagramm oder in Tabellen anzeigen.

Vorbereitung für den Ernstfall
GIN unterstützt die Naturgefahrenverantwortlichen in der Vorbereitung auf Naturkatastrophen, indem für alle erdenklichen Szenarien entsprechende Daten-Dossiers vorbereitet werden können.

Kollaboration
Daten-Dossiers lassen sich mit anderen Usern teilen. Damit erleichtert GIN die Kollaboration in Krisenstäben.

Technisch anspruchsvoll
GIN ist hochverfügbar und kann erhebliche Datenmengen in realtime publizieren.

Mehrsprachigkeit
GIN ist fünfsprachig übersetzt (Deutsch, Französisch, Italienisch, Rumantsch, Englisch).

Zielpublikum
GIN ist für die Naturgefahren-Fachleute konzipiert und steht im Moment nur diesen zur Verfügung.

 

Daten als Entscheidungsgrundlage

Ohne Information zur Situation im Feld können Krisenstäbe die Bevölkerung nicht schützen. GIN stellt alle notwendige Information zentral zur Verfügung:

  • Realtime-Messdaten von 1200 Wetter-, 300 Wasser- und 150 Schnee-Messstationen
  • Wetterprognosen sowie Abfluss- und Pegel-Prognosen
  • Erdbeben mit einer Einschätzung durch Experten
  • Bildgebende Daten wie Satellitenbilder oder Niederschlagsradar
  • Warnungen vor Naturgefahren
  • Lagebeurteilungen von Experten in Bulletins

 

Indirekter Netzwerkeffekt

Der Wert der einzelnen Daten steigt durch ihre Zusammenführung.

Die User der GIN sind:

  • Blaulichtorganisationen
  • Zivilschutz
  • Armee
  • Kantonale Fachstäbe
  • Naturgefahrenberater der Gemeinden
  • Regionale Führungsstäbe
  • Bergbahnen
  • Private Ingenieurbüros

Datenvisualisierung

Karten visualisieren Messdaten für einen schnellen Überblick. Zu allen Parametern stehen interaktive Diagramme und Tabellen zur Verfügung. Animation von Mess- und Prognosedaten über die Zeitstrahl-Navigation. Das Interface-Design ist zurückhaltend, um die Daten in den Vordergrund zu rücken. Fokus auf Datenvisualisierung, tauglich für gebeamtes Live-Bild im Führungsraum

1 - Datenauswahl und Legende in Einem (Element ein- und ausblendbar)
2 - Datenvisualisierung auf Karten, Diagrammen und Tabellen
3 - Zeitstrahl-Navigation
4 - Gespeicherte Ansichten als Schnellzugriff zu Diagrammen und Tabellen

Technologie

GIN kann auch beim Ausfall eines der beiden redundanten Rechenzentren noch den erwarteten maximalen Load in ansprechender Geschwindigkeit bedienen. Die Verarbeitung der angelieferten Daten erfolgt auf dedizierten Instanzen um stetig eine hohe Performance des Front-Ends zu garantieren

  • Internet of Things at its best: Daten von Messstationen der ganzen Schweiz fast live, alle 10 Minuten verfügbar.
  • Hochverfügbarer Betrieb (99.9%)
  • Servicezeiten 7 x 24
  • Gute Performance trotz riesiger Datenmengen (2.7 GB pro Tag)
  • Innovatives End-to-End-Monitoring mit Bots, die den Datenfluss der Messstation automatisch überwachen.
  • Betrieben und Entwickelt mit Open Source Software

 

Letzte Änderung 24.11.2020

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Geschäftsstelle GIN

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